Silta

Wohngruppe

Das Wort „Silta“ kommt aus dem Finnischen und heißt „Brücke“. Eine Brücke ist ein Verbindungsstück über ein sonst schwer passierbares Hindernis. Doch was hat das mit uns zu tun? Wir wollen Brückenbauer sein! Und als Abkürzung verstanden, trägt der Begriff die tragenden Säulen der künftigen konzeptionellen Ausrichtung der Wohngruppe in sich:

 

Systemisch

Individuell

Lösungsorientiert

Traumapädagogisch

Autonom(ie)


Leitgedanken
Hilfen auf dem Weg zum Erwachsenwerden - Vielen jungen Menschen ist es trotz fortschreitenden Alters nicht möglich, den Anforderungen bei Statusübergängen (z.B. Wechsel von Schule in Ausbildung oder Beruf) zu entsprechen. Dies kann zu einem Scheitern und Abdriften in Isolation oder soziales Randgruppendasein, oftmals verbunden mit erheblichen Nachteilen für die eigene Persönlichkeitsentwicklung und nicht zuletzt häufig schädigend für das soziale Umfeld, führen: Die Gesellschaft wird als Gegner erlebt, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen neben dem Darbieten etlicher Verheißungen gleichermaßen die Zugangschancen und -möglichkeiten so verengt, dass eine selbstständige gesellschaftliche Teilhabe nur noch schwer bis gar nicht zu erreichen ist.

Platzzahl / Aufnahmealter
8 Plätze für Mädchen und Jungen ab 15 Jahren (nach Prüfung des Einzelfalls ggf. auch eher)

Rechtsgrundlagen des Angebotes
§§ 27, 34, 41 SGB VIII
§ 35a SGB VIII nach intensiver vorheriger Prüfung
§§ 53 ff, 67ff SGB XII Eingliederungshilfe nach dem SGB XII (Einzelfallenscheidung) mit einer Einzelvereinbarung nach § 93 SGB XII.






Zielgruppe

Das Angebot der Wohngruppe Silta richtet sich an Jugendliche/junge Erwachsene (w/m), die nach vielen Krisen in ihrem Leben einen sicheren Ort suchen, um neben der Verarbeitung ihrer Erlebnisse eine Entwicklung in Richtung selbstständiges und selbstbestimmtes Leben angehen wollen.

 

Jugendliche, die aufgenommen werden, haben häufig traumatische Erfahrungen in ihrer frühen Kindheit gemacht, worauf sie mit Entwicklungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu psychischen und psychosomatischen Störungsbildern, emotionalen Defiziten und Schulschwierigkeiten reagiert haben.

 

Neben den allgemeinen Standards stationärer Jugendhilfemaßnahmen orientiert sich die Arbeit in der Wohngruppe Silta an pädagogischen Grundhaltungen, insbesondere an denen systemischer sowie ressourcen- und lösungsorientierter Arbeit, der Grundhaltung aus dem Konzept der Neuen Autorität, der Traumapädagogik und Selbstbemächtigung der jungen Menschen. Aufgrund des Alters der Bewohner richtet sich der Fokus dabei sowohl auf korrigierende Beziehungs- und Bindungserfahrungen als auch auf den Ablöse- und Reifungsprozess.


Ziele unserer Arbeit
  • Sicherheit und Stabilität unserer BewohnerInnen durch Vorhalten einer verlässlichen Tages- und Wochenstruktur (unter Einbeziehung der jungen Erwachsenen)
  • Lernen mit und vom Anderen durch Austausch und Auseinandersetzung in der Gruppe in Kombination mit individuellen Rückzugsmöglichkeiten zum Schutz vor Überforderung
  • Vermittlung gesellschaftlicher Normen und Grundwerte durch das gemeinsame Lebensmodell (Rücksichtnahme, persönlicher Einsatz für Mitbewohner, Verlässlichkeit, Gruppenregeln)
  • Aufarbeitung schwieriger Lebensphasen im Rahmen eines therapeutischen Angebotes sowie Arbeit mit den Herkunftssystemen
  • Gesundheitsförderung durch intensive Kooperation mit Fachärzten und Kliniken vor Ort sowie Überwachung einer evtl. verordneten Medikation
  • Steigerung von Wohlbefinden und Fitness durch sportliche Betätigung und gesunde Ernährung
  • Verbesserung der Mobilität durch Erlangung von Mofa- und Auto-Führerschein
  • Erlangung von Ausbildungsreife und Vermittlung auf den Arbeitsmarkt in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern
  • Eine niedrigschwellige Anschlussbetreuung in einer Wohngemeinschaft ("Haus Nordblick") ist ebenso möglich wie eine in eigenem Wohnraum.

Räumliche Gegebenheiten

Die Wohngruppe befindet sich in einem geräumigen, geschichtsträchtigen Herrenhaus mit Hof und Garten in Melle-Mitte. Das Gebäude ist umgeben von der ursprünglichen Stadtmauer Melles, wodurch schon optisch ein besonders geschützter Raum entsteht. Über zwei Etagen stehen den Bewohnern im Obergeschoss zwei Ebenen mit jeweils 4 Einzelzimmern und separatem Bad zur Verfügung. Im Erdgeschoss befinden sich zur gemeinschaftlichen Nutzung eine moderne Küche, ein Esszimmer, ein gemütliches Wohnzimmer, sowie die Betreuerräume. Mehrere Hobbyräume befinden sich im Keller.

Um den jungen Erwachsenen eine schrittweise Verselbständigung in einem individuellen Tempo zu ermöglichen, stehen zwei Appartements (Wohn-/Schlafraum mit separater Küche und Bad) zur Verfügung. In jedem Zimmer befindet sich ein TV-Anschluss. Das Haus ist mit einem Internetanschluss und W-LAN ausgestattet.

Durch die zentrale Lage ist die Infrastruktur der Stadt Melle gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Auch Osnabrück als Oberzentrum der Region ist mit dem Zug nur wenige Minuten entfernt.


 



Kinder- und Jugendhilfe Hünenburg | Ev.-luth. Stiftung Hünenburg | Hünenburgweg 64 | 49328 Melle
Tel.+49 (0) 5226 / 9861-0 | Fax+49 (0) 5226 / 9861 - 11 | info@huenenburg.com