Wohngruppe Südhaus
Aufnahmealter:
Ab 12 Jahre und unter Berücksichtigung der individuellen Zusammensetzung der Gruppe auch früher.
Geschlecht:
männlich
Aufnahmekriterien:
- Kinder und Jugendliche
- aus Familien in Krisen
- aus Psychiatrien
- mit Entwicklungsverzögerungen
- mit Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu psychosozialen und psychosomatischen Störungsbildern
- mit emotionalen Defiziten
- mit Schulschwierigkeiten (Schulangst, Schulverweigerung)
Zielgruppe:
Jungen im Schulalter
Im SÜDHAUS auf dem Hauptgelände der Einrichtung in Melle-Riemsloh finden maximal 6 Jugendliche auch kurzfristig Aufnahme, mit der Zielsetzung, ihren zum Teil stark beeinträchtigten, massiven Lern- und Leistungsschwächen, sowie akute Krisen sozialpädagogisch handlungsorientiert zu begegnen.
Junge Menschen die in ihrer Persönlichkeitsentwicklung retardiert, gehemmt sind und oftmals neurotisch reagieren benötigen eine Hilfestellung im Sinne einer annehmenden, orientierenden und konsequenten Führung. In dieser Wohngruppe ist die sozialpädagogische Intervention handlungsorientiert und dient der Aufarbeitung und Kompensierung emotionaler, sozialer und kognitiver Defizite.
Erlebnisorientierte Angebote bietet das großzügige Gelände mit den vielen natürlichen Bedingungen wie einem eigenen Wald, Wildbächen, einem Steinbruch, einem Streichelzoo, aber auch Fuß- und Basketballplätzen und einer Sporthalle, Angebote, die bereits von vielen Jugendlichen als Freizeitgestaltung und Identifikation ihrer Subkultur begriffen werden, wie Computer und alle neuen Medien. Das Konzept dieser Wohngruppe will diese verschiedenen Zugänge nutzen, um möglichst gebrauchsweltorientiert schwachen jungen Menschen handlungs-orientiert und anschaulich integrative Modelle anzubieten.
Die Gruppe wird von vier Pädagogen mit unterschiedlichen Zusatzausbildungen und mit zum Teil handwerklichen Ausbildungen geleitet.
Wir bieten:
- Leben auf zwei Etagen in geräumigen Einzelzimmern in einem großen Wohnhaus mit angrenzendem Garten und Wald, eigenem Fitnessraum und Musikkeller
- Klare Strukturierung des Alltags bei gleichzeitiger Mitbestimmung des Jungen
- Angebot klarer Vorbilder
- Schaffung von Schon- und Schutzräumen
- zum Erkennen und Offenlegen individueller Störungen
- Kritische Thematisierung und Bearbeitung „jungentypischer“ devianter Verhaltensmuster (Aggressionen & Gewalt, vermehrte Straftaten, Regression, Flucht in Alkohol oder Drogen)
- Erweiterung bisheriger Denk- und Verhaltensweisen zur Herausbildung einer facettenreichen individuellen Identität
- Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit kulturellen Aspekten und Konfliktpotentialen bei Aufnahme ausländischer Jugendlicher
- Aufarbeitung individueller Biographien unter therapeutischer Begleitung (Terapeutischer Dienst)
- Initiierung gruppendynamischer Prozesse durch regelmäßige Gruppenabende
- Positive Beiträge zu Statusübergängen (Förderangebote, Hausaufgabenhilfe, Jugendwerkstatt etc.)
- Enge Zusammenarbeit mit der einrichtungseigenen Schule für soziale und emotionale Entwicklung
- Gemeinsame Urlaube & Freizeitaktivitäten
Aufnahmeanfragen richten Sie bitte an die Geschäftsleitung (Tel.: 05226 / 9861-0).