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Mädchenwohngruppe Sonnenblick

Die MWG in den Meller Bergen.

Platzzahl
6 Plätze für Mädchen und junge Frauen ab 12 Jahren

Räumliche Gegebenheiten

Die Mädchenwohngruppe Sonnenblick nahe des Zentrums der Stadt Melle bewohnt eine von Grünanlagen umgebene traditionsreiche Villa in den Meller Bergen. Allen Mädchen steht ein eigenes geräumiges Zimmer zur Verfügung. Wohnzimmer, Bäder sowie ein weitreichendes Gartengelände werden gemeinschaftlich genutzt. Die Räumlichkeiten erstrecken sich über mehrere Ebenen, wodurch den Mädchen und jungen Frauen einerseits Schon-, Schutz- und Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung stehen und andererseits Freiräume zum Experimentieren geschaffen werden, um individuelle Talente fördern und entwickeln zu können. Das gesamte Haus ist unterkellert und bietet sowohl Raum für hauswirtschaftliche Zwecke als auch für freizeitpädagogische Wünsche und Bedürfnisse.

Darüber hinaus befindet sich auf dem Gelände ein kleines Gartenhaus (Maisonettenwohnung), welches zu Verselbständigungszwecken einzelner Bewohnerinnen Verwendung finden kann. Das Haus besteht aus zwei Ebenen, wobei sich im Erdgeschoss ein kleines Wohnzimmer, Badezimmer und eine Küchenzeile befinden und das Obergeschoss als Schlafzimmer genutzt werden kann.
Da die Mädchenwohngruppe nahe des Ortskerns liegt, befinden sich alle alltagsrelevanten Geschäfte, Schulen, Behörden und sonstige Institutionen in direkter Nachbarschaft.


Zielgruppe

Mädchen und junge Frauen

  • in akuten Krisen
  • mit Entwicklungsstörungen, Erziehungsproblemen, Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu psychosozialen und psychosomatischen Störungsbildern
  • mit Ohnmachtserfahrungen (z.B. aufgrund sexueller Missbrauchserfahrungen)
  • mit Gewalterfahrungen
  • mit emotionalen Defiziten (z.B. selbstisolierende Rückzugstendenzen oder sozial-emotionale Distanzlosigkeit)
  • mit Schulschwierigkeiten (Schulangst, Schulverweigerung)
  • in der Berufsfindung


Zum betreuten Personenkreis gehören sowohl Mädchen, die bereits konventionelle ambulante oder stationäre Angebote der öffentlichen Jugendhilfe in Anspruch genommen haben, als auch solche, die aus psychiatrischen Einrichtungen oder direkt aus dem Elternhaus kommen.

In der Wohngruppe finden v.a. die Mädchen ein Zuhause, die mit traditionellen Hilfs- und Förderangeboten nicht oder nur unzureichend zu erreichen sind bzw. waren, da sie diese als zu stigmatisierend und diskriminierend (Schutz- und Abwehrmechanismus im Sinne eines „Ich habe doch keine Hilfe nötig!“) empfanden.

Darüber hinaus widmen wir uns schwerpunktmäßig besonders Mädchen mit erheblichen Lerndefiziten (Aufnahme-, Aufmerksamkeits- oder Verarbeitungsschwächen) und daraus resultierenden massiven Schulproblemen, die bei Vorliegen eines entsprechenden sonderpädagogischen Förderbedarfs entweder sehr eng und zielgerichtet in der einrichtungseigenen Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung gefördert werden  oder  die  Betroffenen   auch  die   Meller Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen und Geistige Entwicklung besuchen können, zu der ebenfalls eine jahrelange und enge Kooperation besteht.

Für lernschwache, lern- oder seelisch behinderte jungen Mädchen besteht weiterhin die Möglichkeit, sie in eine heilpädagogische Werkstatt zu integrieren, die wie die anderen o.a. Angebote auch nur circa zwei Kilometer von der Wohngruppe entfernt liegt.

Eine weitere Spezifizierung dieser Wohngruppe stellt sich in der Option dar, junge Mädchen und Frauen ab sechzehn Jahren aufzunehmen und diese im Prozess ihrer Verselbständigung, einer evtl. Schwangerschaft (Mutterwerden und Muttersein) oder der Berufsfindung sowie des Erwachsenwerdens zu begleiten.

 

Rechtsgrundlage des Angebots

KJHG §19, § 27, § 34, § 35a, § 41
SGB XII § 53 ff. § 67 ff.

In diesem Teil der Einrichtung, für den die Leistungsbeschreibung Basis für die Ermittlung des Entgelts ist, kann in begründeten Einzelfällen auch Eingliederungshilfe nach dem SGB XII geleistet werden. Die Leistungsgewährung setzt eine Einzelvereinbarung nach § 75 SGB XII voraus.

 

Aufnahmeanfragen richten Sie bitte an die Geschäftsleitung (Tel.: 05226 / 9861-0).