Tagesstrukturierende Maßnahme

Jugendwerkstatt

Leitgedanken
In unserer Jugendwerkstatt bieten wir jungen, benachteiligten Menschen eine Tagesstruktur und die Möglichkeit ihre individuellen Fähigkeiten und Ressourcen kennenzulernen, um eine zielgerichtete Vermittlung in den ersten oder zweiten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Orientierung bieten können wir jungen Berufseinsteigern in den Bereichen Holz- und Bautechnik, Metallbau, Garten-, Tier- und Landschaft sowie Einblicke in verschiedene Handwerksbetriebe mit denen wir im Rahmen von Praktika kooperieren. Unser Fokus liegt dabei vor allem auf der Herausarbeitung der Stärken jedes Einzelnen, die Entwicklung sozialer/beruflicher Kompetenzen, Arbeitsmotivation, Teamfähigkeit und die Stärkung des Selbstwertgefühls im Hinblick auf eine realistische Eigenwahrnehmung und den Anforderungen des Arbeitsmarktes.


Platzzahl / Aufnahmealter
10 Plätze für Jugendliche ab 16 Jahren
(nach Prüfung des Einzelfalls ggf. auch eher)

Rechtsgrundlagen des Angebotes
§§ 27, 34, 41 SGB VIII
§ 35a SGB VIII nach intensiver vorheriger Prüfung
§§ 53 ff, 67ff SGB XII Eingliederungshilfe nach dem SGB XII (Einzelfallenscheidung) mit einer Einzelvereinbarung nach § 93 SGB XII


 


Zielgruppe

  • Jugendliche und junge Erwachsene, für die eine Berufsausbildung nicht oder noch nicht in Betracht kommt, die aber anderseits durch die Beschäftigung in einer "Werkstatt für Behinderte" unterfordert wären.
  • Jugendliche und junge Erwachsene in der Berufsfindungsphase, die die Schulpflicht erfüllt haben und noch nicht ausbildungsfähig sind.
  • Jugendliche und junge Erwachsene, die weder einen Schulabschluss noch eine fundierte persönliche Bildung vorweisen können.
  • Jugendliche und junge Erwachsene, die bei vorübergehendem Ruhen der Schulpflicht (Beantragung bei der zuständigen Bezirksregierung und dem  Schulamt) in Qualifizierungsplätzen untergebracht werden.
  • Junge Menschen, die dauerhafte Unterstützung bedürfen, da sie den gesellschaftlichen Anforderungen auch künftig nicht gerecht und z.B. mit Leistungseinbrüchen, Versagensängsten und Verweigerung reagieren  werden.

Methoden und Ziele
In der Jugendwerkstatt sollen in einem beschützen Rahmen benachteiligte junge Menschen eine Tagesstruktur erhalten mit dem Ziel, verbesserte berufliche Chancen zu bekommen. Es wird in besonderer Weise klienten- und lösungsorientiert nach folgenden Facetten gearbei
  • Ressourcenorientierte Förderung
  • Vermittlung von Schlüsselqualifikationen
  • Eigenständiges Bewältigen von Arbeitssituationen
  • Steigerung der Handlungskompetenz
  • Stärkung des Selbstwertgefühls ("Ich kann etwas, mir wird etwas zugetraut.")
  • Abbau von Diskriminierungen und Beteiligung am gesellschaftlichem Leben
  • Ausarbeitung und Sicherung einer Tagesstruktur (Grundlagenbildung)
  • Auseinandersetzung mit Leistungsanforderungen
  • Einüben und Ausbau von Kooperationsfähigkeit (z.B. auch durch Sportangebote)
  • Vorbereitung auf Qualifikationen im Arbeitsleben (Berufliche Orientierung und vorberufliche Anforderungen)
  • Vorbereitung auf den Mofa-, Roller- oder Autoführerschein
  • Bewerbungstraining
  • Regelmäßige Sportangebote z.B. Badminton, Fußball, Basketball als Aktivierungs- und gruppenbildende Maßnahme


Im Folgenden eine beispielhafte Arbeitswoche mit wiederkehrenden Strukturen:

 



Kinder- und Jugendhilfe Hünenburg | Ev.-luth. Stiftung Hünenburg | Hünenburgweg 64 | 49328 Melle
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