Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung

Ferdinand-Rohde-Schule

Leitgedanken
Trotz vorhandener inklusiver Beschulungsmöglichkeiten gibt es Schülerinnen und Schüler, für die eine Beschulung an einer Förderschule durch fachlich geschultes und erfahrenes Lehrpersonal in Kooperation mit einem klassenübergreifend tätigen schulsozialpädagogischen Dienst - zumindest übergangsweise - geeigneter wäre.
Diesen Schülerinnen und Schülern und deren Eltern wird mit der einrichtungseigenen Förderschule ein speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Angebot unterbreitet, dessen Ziel nicht Trennung, sondern die spezifische Förderung vorhandener Fähig- und Fertigkeiten ist, um ihre Rechte auf Bildung und Unterstützung angemessen zu berücksichtigen und die Schülerinnen und Schüler zu einer angemessen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu befähigen.

Die Ferdinand-Rohde-Schule versteht sich als Übergangsschule, d.h. es  wird angestrebt, die Schüler, wenn möglich, wieder in die öffentliche  Regelschule zu integrieren. Schülern, bei denen die Rückführung in die Regelschule nicht möglich ist, bieten wir den Hauptschulabschluss an. Die Ferdinand-Rohde-Schule steht sowohl den Kindern und Jugendlichen, die im stationären Teil der Kinder- und Jugendhilfe Hünenburg leben, als auch  Mädchen und Jungen der Region offen.


Platzzahl
40 Schulplätze (Klassen mit einer Klassenstärke von ca. acht Schülern)


Aufnahmevoraussetzungen
Für die Aufnahme eines Kindes (Aufnahmen erfolgen durchgängig) in die Förderschule für Emotionale und Soziale Entwicklung sind folgende Vorraussetzungen nötig:

Ein festgestellter Förderbedarf ESE

Die Verfügung und das Fördergutachten der zuständigen Landesschulbehörde

Das schriftliche Einverständnis der Erziehungsberechtigten zur Aufnahme ihres Kindes in die Förderschule

Ein freier Platz in der entsprechenden Klassenstufe

 

  





Methoden und Ziele
Die Schulprobleme unserer Schüler sind so erheblich, dass sie an anderen Schulen nicht mehr unterrichtet werden können. Sie haben oft monatelang keine Schule mehr besucht, so dass große Lücken in ihrem Schulwissen  entstanden sind. Besondere Schwierigkeiten haben die Jugendlichen, die  sich meist wegen extremer Lernschwächen dem Unterricht durch  Arbeitsverweigerung oder Schule schwänzen über Jahre entzogen haben und  oft erst im letzten Schulbesuchsjahr in unsere Einrichtung kommen.  Schule heißt für diese Jugendlichen Misserfolg, Enttäuschung, Versagen.  Unsere Schule soll den Schülern Lernerfahrungen über „Kopf, Herz und  Hand“ ermöglichen.

Eine zusätzliche Möglichkeit praktischen Lernens und der Öffnung von Schule sehen wir in der Einrichtung von Lernwerkstätten an unserer  Schule. Lernen durch Handeln als Verbindung von Unterricht im Klassenraum und dem praktischen Tun in den Lernwerkstätten befähigt auch extrem schwierige Schüler, Erfolge zu erzielen. Unser Werkstattangebot ist projekt- und berufsbezogen. Die  Lernwerkstätten werden von Schülern ab dem 8. Schulbesuchsjahr besucht. Zurzeit arbeiten wir an einem Tag in der Woche in verschiedenen Werkstätten wie z.B. „Holz“, „Küche“, „Kaufmännische- (PC-Nutzung für z.B. Bewerbungstraining)" und in der „Fahrradwerkstatt“. In unserer Schulküche bereitet die Werkstatt „Küche“ das Mittagessen für  alle Werkstatteilnehmer zu. Das gemeinsame Essen ist ein wichtiger Aspekt unserer pädagogischen Arbeit.  Jeder Schüler unserer Schule absolviert außerdem in der 8. und 9. Klasse ein zwei- bis dreiwöchiges Betriebspraktikum außerhalb unserer  Einrichtung.

Dieser handlungsorientierte Unterricht muss besonders gestaltet sein:
  • kleine Klassen oder Einzelunterricht, damit erst einmal wieder das Lernen gelernt werden kann
  • Stundenpläne, die an den Möglichkeiten und Interessen des einzelnen Schülers orientiert sind
  • stark strukturierter Unterricht, der helfen soll, den Schüler wieder an Regeln zu gewöhnen
  • Lernen in fächerübergreifenden Projekten
  • abwechselnd mit offenen Unterrichtsformen, die das eigene Handeln in den Vordergrund stellen (Lernwerkstätten)
  • produktorientiertes Lernen
  • Beziehungsangebot des einzelnen Lehrers

Unterrichtsrichtlinien 
  • der Grundschule
  • der Hauptschule
  • der Schule für Lernhilfe/Erziehungshilfe
Schulabschluss
  • Hauptschulabschluss

Schulsozialpädagogischer Dienst
Die Mitarbeiterin im schulsozialpädagogischen Dienst - mit langjähriger Berufserfahrung auf dem Gebiet der stationären Jugendhilfe - unterstützt das Angebot der Ferdinand-Rohde-Schule. Zu ihren beziehungsorientierten Aufgaben gehört auch, Ansprechpartnerin für private Fragen und Probleme zu sein. Darüber hinaus gehört zu ihren Tätigkeiten:

  • individuelle Einzelförderung schwer beschulbarer Schüler (Krisenbüro)
  • Wiedereingliederung in den Regelunterricht
  • Kontakte zu Eltern bzw. Wohngruppen
  • Begleitung bei organisatorischen/administrativen Aufgaben
  • besondere Fördermaßnahmen
    (z.B. Konzentrationsübungen, Einüben von Entspannungstechniken)
  • individuelle Begleitung bei ADS
  • Arbeiten mit aktuellen Medien

 So erreichen Sie uns:

 

Lehrerzimmer Hauptschulbereich: Tel.: 0 52 26 / 98 61-36
  E-Mail: frs@huenenburg.com
 
Lehrerzimmer Grundschulbereich: Tel.: 0 52 26 / 98 61-46
  E-Mail: frs@huenenburg.com
 
Schulsozialpädagogik: Tel.: 0 52 26 / 98 61-38
  E-Mail: schulsozialarbeit@huenenburg.com
 





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