Nachbetreuung

Ambulante

Im Rahmen der ambulanten Nachbetreuung werden Jugendliche und junge Erwachsene noch eine gewisse Zeit begleitet, wenn es um den Schritt der Verselbständigung von einem stationären Angebot (z.B. Wohngruppe oder Wohngemeinschaft) hin in eigenen Wohnraum geht. Oft wird dieser Schritt im Erleben eines jungen Erwachsenen als große Herausforderung gesehen, bei der eine Unterstützung gerade in den ersten Monaten hilfreich ist, wenn es um Behördengänge, Beantragung von Geldern und Mietangelegenheiten geht.


Rechtsgrundlagen des Angebotes
§§ 27, 34, 41 SGB VIII
§ 35a SGB VIII nach intensiver vorheriger Prüfung
§§ 53 ff, 67ff SGB XII Eingliederungshilfe nach dem SGB XII (Einzelfallenscheidung) mit einer Einzelvereinbarung nach § 93 SGB XII.


 


Zielgruppe
Jugendliche und junge Volljährige, die
  • aus einer Heimgruppe herausgewachsen sind,
  • bei dem Prozess der Verselbständigung Begleitung erfahren müssen, um sie auf dem Weg in die Eigenständigkeit nicht zu überfordern,
  • in eigenem Wohnraum ohne Betreuungsangebot sozial isoliert sein würden,
  • Unterstützung bei der Berufsfindung benötigen,
  • aufgrund ihrer Eigenproblematik nicht in einer Wohngruppe Betreuung
    erfahren können (siehe hierzu auch den Bereich der Ambulanten Hilfen).

Ziele
  • Entwicklung  angemessener schulischer/beruflicher Lebensperspektiven  
  • Erlernen des  Umgangs mit den eigenen Finanzen
  • Erlernen des  Umgangs mit Behörden, Ämtern etc.
  • Organisation  des eigenen Haushalts
  • Anleitung zu  einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung

Wohnraum
Mit den jungen Menschen wird eine  eigene Wohnung in der Region Melles  gesucht. Sie sollte nicht kleiner als ca.  45 m² sein. Im Mietverhältnis tritt i.d.R. der/die junge Erwachsene als  Hauptmieter/in auf, um nach  Beendigung der Maßnahme auf Wunsch die Wohnung auch  komplikationslos  übernehmen bzw. behalten zu können.
Der Standort ist in der  Nähe von Schule, Ausbildungsstelle oder sonstiger Beschäftigungsmaßnahme. Die Lebenshaltungskosten werden je nach Betreuungsform mit den jeweiligen Kostenträgern ausgehandelt und den  zu Betreuenden über ein  eigenes Konto zur möglichen Selbstverwaltung  schrittweise  bereitgestellt. Die  hauswirtschaftliche Versorgung läuft selbständig. 

Betreuungsintensität
Die Betreuungsintensität richtet  sich nach dem im Hilfeplan  beschriebenen individuellen Bedarf und vollzieht sich überwiegend in regelmäßigen Einzelkontakten in den Wohnungen der zu  Betreuenden. Die  Hilfeplanung wird gem. § 36 SGB  VIII i.d.R. alle sechs Monate  fortgeschrieben.

Personal
Für dieses Angebot stehen mehrere pädagogische  Fachkräfte mit  langjähriger Berufserfahrung im Jugendhilfebereich zur Verfügung, die  durch regelmäßige  themenbezogene Fortbildungen, Fallsupervisionen und  kollegiale Intervision  begleitet werden.

Sonderleistungen
Das  Angebot einer Unterstützung durch den einrichtungseigenen Psychologischen Dienst wird auf Basis des dafür vorgesehenen Fachleistungsstundensatzes als Sonderleistung angeboten.
Taschen-  und Bekleidungsgelder sowie Wohnungsetat bzw. Erstausstattung werden auf Grundlage der dafür vorgesehenen Bestimmungen beantragt und in Rechnung gestellt.


Kostenvereinbarung
Grundlage  der Finanzierung sind die für den Bereich kalkulierten Netto-Fachleistungsstunden, die neben den direkten „Face to Face“-Kontakten auch Zeiten für Zusammentreffen mit Ämtern, Angehörigen oder Team- bzw. Dienstbesprechungen beinhalten. Nach Absprache kann für einen Betreuungsfall eine Pauschale vereinbart werden.


 



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