EZB und SPFH ...

Ambulante Hilfen

Das Angebot der Ambulanten Hilfen richtet sich an Kinder, Jugendliche und Familien, deren Lebenssituation gekennzeichnet ist durch schwierige Familienverhältnisse, Lebenssituationen und soziale Benachteiligungen, die die Entwicklung positiver Perspektiven und Lebenskonzepte erschweren oder behindern. Pädagogischen und therapeutischen Hilfen begegnen sie oftmals ablehnend und reagieren auf entsprechende Beziehungsangebote misstrauisch, skeptisch und ängstlich. In erster Linie geht es darum, durch Beratungsangebote und vorbeugende bzw. begleitende Unterstützungsmaßnahmen elementare Krisen wie z.B. die Herausnahme eines Kindes aus dem elterlichen Haushalt zu vermeiden.


Dauer, Art und Umfang
Dauer,  Art und Umfang der Betreuung im Bereich der Ambulanten Hilfe werden unter Beteiligung aller für den Hilfeverlauf not-wendigen Instanzen im Hilfeplanverfahren gem. § 36 SGB VIII erörtert und festgelegt. Die Begleitung hängt von der individuellen Situation der Klienten ab und kann in ihrem sozialen Umfeld (Familie, eigene Wohnung, öffentliche Orte) oder in Räumlichkeiten der Einrichtung stattfinden.



Ziele

Wichtigstes Ziel ist es, den betroffenen Kindern bzw. Familien durch  eine dem Einzelfall  individuell anzupassende adäquate Unterstützung  sowie Förderung und Begleitung  der Autonomiebestrebungen eine  eigenverantwortliche und selbstständige Lebensführung  zu ermöglichen.
Verschiedene  Unterstützungsformen widmen sich insbesondere

  • der Strukturierung, Organisation und erfolgreichen Bewältigung des Alltags,
  • individuellen Hilfestellungen bei Erziehungsfragen,
  • der Bearbeitung von innerfamiliären Störungen (z.B. Abbau von Lernhemmnissen bzw. –defiziten) sowie
  • der Aktivierung und Stabilisierung in den Familien vorhandener Ressourcen, aus denen sich dann neue emotionale, soziale und berufliche Perspektiven ableiten lassen.

Die Hünenburg möchte passgenaue Hilfen anbieten, die sich am Bedarf des Einzelfalls  orientieren. In den Ambulanten Hilfen werden daher auf  Grundlage der §§ 27 ff.  SGB VIII folgende Hilfen angeboten:

§ 30 SGB VIII Erziehungsbeistandschaft (EZB)

Im  Rahmen der EZB widmet sich die pädagogische Arbeit insbesondere einem Kind innerhalb der Familie oder außerhalb der Familie, z.B. in Form eines  betreuten Einzelwohnens. Diese Hilfe beinhaltet jegliche  Form der  Unterstützung, die ein Mensch benötigt, um sich alltagsadäquat   weiterzuentwickeln und auf gesellschaftliche Anforderungen adäquat  reagieren zu  können.

§ 31 SGB VIII Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH)
Im  Rahmen der SPFH ist der Fokus überwiegend auf das gesamte Familiensystem und  dessen Zusammenleben gerichtet. Nach einer  Beobachtungs-/Clearingphase, in der  die systemischen Abläufe analysiert werden, werden in einem zweiten Schritt  unter Berücksichtigung  systemischer Sichtweisen ressourcenorientierte  Lösungsansätze  erarbeitet.

Individuelle Hilfen 
Sofern  einzelne Angebote nicht ausreichend sein sollten, können  individuelle Maßnahmen (allg. Erziehungsberatung, individuelle Eltern- oder Familiengespräche, Einbeziehung des therapeutischen Dienstes der  Einrichtung o.ä.) nach Absprache mit allen Parteien im Rahmen der  Hilfeplanung spezifisch vereinbart und durch geeignete Fachkräfte  installiert und  durchgeführt werden.


Kostenvereinbarung
Grundlage  der Finanzierung sind die für den Bereich der Ambulanten Hilfen kalkulierten Netto-Fachleistungsstunden, die neben den direkten „Face to Face“-Kontakten auch Zeiten für Zu-sammentreffen mit Ämtern, Angehörigen oder Team- bzw. Dienstbesprechungen beinhalten.
Nach Absprache kann für einen Betreuungsfall eine Pauschale vereinbart werden.


In begründeten Einzelfällen kann Eingliederungshilfe nach §§ 53 ff.,67 ff. SGB XII gewährt  werden. Diese Leistungsgewährung setzt eine Einzelvereinbarung nach § 93 SGB XII  voraus.


 



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